Mütterchen Russland ist böse. Die Anderen vielleicht auch.
Wie hätten Behörden in den Ländern der
freien Medien reagiert, wenn Pussy Riot in einer katholischen Kirche, einer indischen Gebetsstätte oder gar in einer Moschee aufgetreten wären? Sicherlich, man wäre schockiert und hätte den Punk als krank und abartig gebrandmarkt aber wären die drei Frauen für zwei Jahre hinter Gittern gelandet? Wahrscheinlich, wenn überhaupt, hätte es eine Einstellung des Verfahrens gegen ein saftiges Bußgeld und ein paar hundert Arbeitsstunden bei der Caritas gegeben und in spätestens vier Monaten hätte kein Pfaffe mehr gegen die Gottlosigkeit dreier maskierter Frauen gewettert. Ja, der liebe Gott kann auch verzeihen, egal, in welchem Bettempel er gerade Dienst tut. In Russland ist man viel härter.
Apropos Härte. Ist da nicht eine gehörige Portion Scheinheiligkeit mit von der Partie? Es ist wie immer. Mit Pussy Riot können sich manche Politiker wunderbar profilieren, vor allem, wenn sie innenpolitisch nicht punkten können. Mit der russischen Punkband lässt sich wunderbar von manchen Problemen ablenken. Newsbattery stellt auch einen sehr interessanten Vergleich auf, den man aber nur bedingt gegenüber stellen kann; die Strafe für drei maskierte Russinnen und die Gesamtsituation deutscher RentnerInnen. Es ist in der Tat so, dass Senioren von der deutschen Politik verschaukelt und vernachlässigt werden, der grösste Kritikpunkt ist die Altersarmut. Aber ist es plausibel und nachvollziehbar, zu kritisieren, dass sich die Politiker, die zum Teil für die neue Deutsche Armut verantwortlich sind, um drei maskierte Musikerinnen kümmern müssen, weil ihnen nach einer Kunstaktion zwei Jahre Arbeitslager droht? Was genau blüht deutschen Rentnern in Alter oder Empfängern von ALG2?
NachGedacht.Info
freien Medien reagiert, wenn Pussy Riot in einer katholischen Kirche, einer indischen Gebetsstätte oder gar in einer Moschee aufgetreten wären? Sicherlich, man wäre schockiert und hätte den Punk als krank und abartig gebrandmarkt aber wären die drei Frauen für zwei Jahre hinter Gittern gelandet? Wahrscheinlich, wenn überhaupt, hätte es eine Einstellung des Verfahrens gegen ein saftiges Bußgeld und ein paar hundert Arbeitsstunden bei der Caritas gegeben und in spätestens vier Monaten hätte kein Pfaffe mehr gegen die Gottlosigkeit dreier maskierter Frauen gewettert. Ja, der liebe Gott kann auch verzeihen, egal, in welchem Bettempel er gerade Dienst tut. In Russland ist man viel härter.
Apropos Härte. Ist da nicht eine gehörige Portion Scheinheiligkeit mit von der Partie? Es ist wie immer. Mit Pussy Riot können sich manche Politiker wunderbar profilieren, vor allem, wenn sie innenpolitisch nicht punkten können. Mit der russischen Punkband lässt sich wunderbar von manchen Problemen ablenken. Newsbattery stellt auch einen sehr interessanten Vergleich auf, den man aber nur bedingt gegenüber stellen kann; die Strafe für drei maskierte Russinnen und die Gesamtsituation deutscher RentnerInnen. Es ist in der Tat so, dass Senioren von der deutschen Politik verschaukelt und vernachlässigt werden, der grösste Kritikpunkt ist die Altersarmut. Aber ist es plausibel und nachvollziehbar, zu kritisieren, dass sich die Politiker, die zum Teil für die neue Deutsche Armut verantwortlich sind, um drei maskierte Musikerinnen kümmern müssen, weil ihnen nach einer Kunstaktion zwei Jahre Arbeitslager droht? Was genau blüht deutschen Rentnern in Alter oder Empfängern von ALG2?
NachGedacht.Info
nachgedacht - 19. Aug, 13:00
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