Otto von Habsburg ist tot. Es lebe der Kaiser?

Er war der Urgroßneffe von
Kaiser Franz und Kaiserin Elisabeth, auch wenn sie ihn nicht einmal kannte. Der einstige Thronfolger, Europapolitiker und Europäer, Otto (von) Habsburg-Lothringen ist 98jährig verstorben.
In Österreich weint man dem einstigen Kronprinzen keine Träne nach, die Berichterstattung über die Beerdigung des Habsburgers verliefen nahezu emotionslos und sehr sachlich. Ist das angemessen? Seit dem Ende der k.u.k. Monarchie hat man ein sehr gespanntes Verhältnis zur Monarchie und zur Kaiserfamilie, auch wenn die dritte Generation der Österreicher nur noch sehr wenig Bezug zum Adel und zum Habsburgergesetz hat. Beides hat sich, nicht nur in Österreich überlebt.
Es ist in Österreich trotzdem die Frage aufgekommen, wie die Republik zur Monarchie steht. Da ist zum Beispiel auch das Wunschdenken, ob die Monarchie nicht vielleicht eine Alternative zur Republik wäre. Aussprechen wird niemand den Gedanken und umsetzen schon gar nicht. Die Monarchie wird verklärt, Kaiserin Zita und nicht zuletzt Kaiserin Sisi sind die Ikonen einer schillernden Vergangenheit. Das war es aber auch schon. Was die wenigsten wissen, selbst Kaiserin Elizabeth, genannt Sisi nicht mehr so ganz an die Monarchie glaubte, Sohn und Kronprinz Rudolf war ein ernsthafter Kritiker, der die Monarchie und seine eigene Stellung in Frage stellte.
Eine Restauration der k.u.k. Monarchie wird es nicht geben und der letzte Zeuge der Vergangenheit wird in Österreich und Ungarn beigesetzt.
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Meidet Dänemark! Macht Urlaub auf Balkonien!

Sie sind wieder einmal der Buhmann Europas
aber sind sie das wirklich? Die Dänen geben vor, mit den neuerlichen Grenzkontrollen ihr Land schützen und Kriminalität abwehren zu wollen. Ein wenig erinnern die separatistischen Bestrebungen des Nachbarn nördlich von Deutschland an die Kleinstaaterei beim Zerfall Jugoslawiens, wo beinahe jede Ortschaft ein eigener Staat sein wollte. Ganz so ist es in Dänemark nicht, das Königreich ist nicht in Gefahr, die nationale Integrität auch nicht. Trotzdem muss man die Frage stellen, welche heftigen Sachen man in Kopenhagen raucht. Im Gegensatz zum dänischen Staat ist aber die Reisefreiheit und der Vertrag von Schengen in Gefahr, zumindest aus der Sicht der Europäischen Union. Für die Dänen spielt das offenbar nur eine untergeordnete Rolle, zuerst will man die eigenen Interessen schützen.
Was würde passieren, wenn das Schule macht? Das Gebilde "Europäische Union" würde anfangen mit bröckeln. Eurokrisen, grenzüberschreitende Kriminalität, ein gesamteuropäischer Arbeitsmarkt sowie Vermögensgefälle und auch unterschiedliche politische Ansichten der Mitgliedsländer, Diskriminierungen von Minderheiten und die Abriegelung der Mittelmeergrenzen könnten der EU möglicherweise mehr schaden als nutzen. Dänemark hat einen Anfang gemacht, ein Schritt, der sehr heftig kritisiert wird. Wer hat nun recht? Ist das gemeinsame Europa auf dem Weg des Scheiterns oder gehen die Dänen einen verhängnisvollen Pfad des Scheiterns?
Hessens Europaminister Jörg-Uwe Hahn fordert auf, Dänemark als Urlaubsland zu meiden. Ja natürlich, Herr Minister! Es ist ein politischer Blindgänger, der so etwas fordert, Minister Hahn denkt bei seiner Forderung nur von 12 bis Mittag. In Wirklichkeit gibt er damit indirekt den Dänen recht und hat als Europaminister das Fettnäpfchen des Tages erwischt. Peinlich, dieser Hesse!
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Syrische Facebook-Revoluzzer

Das Manko jedes gescheiterten Aufstandes
ist mangelnde Kommunikation. Das war bereits bei Spartakus der Fall und auch manche gescheiterten Aufstände der Neuzeit zeigen, dass es ohne Anteilnahme der Öffentlichkeit nicht wirklich funktioniert. Weiss der gemeine Leser eigentlich noch, was in Libyen geschieht? Für die Presse ist der Aufstand gegen den Wüstenstrolch Gaddafi in den Hintergrund gerückt, es gibt kaum noch Meldungungen aus dem nordafrikanischen Land. Anders jedoch in Syrien. Facebook ist noch immer einer der Mittelpunkte der arabischen Revolution und die Aufstände in Syrien haben einen Namen: Mohammad. Die FAZ nennt ihn einen Internet-Revolutionär. Ist er das wirklich? Diese Bezeichnung trifft es nicht wirklich, Mohammad ist mehr als nur ein Online-Revoluzzer, er ist eines der Gesichter einer neuen Zeit, für sein Land und jene, die an eine neue Welt ohne Assad glauben, ist er ein Held. Mohammad betreibt größte deutsche Facebook-Seite zur Rebellion in Syrien und es werden täglich mehr, die auf die Facebookseiten zugreifen, die sich mit der syrischen Revolution befassen.
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Die unscheinbaren Mörderkinder

Gerade einmal 15 Jahre
ist der Mörder alt, der seinen Vater auf brutale Weise getötet haben soll. Niemand weiss, was wirklich in Neumünster geschehen ist, Hintergründe der Bluttat sind bislang nicht ermittelt.
Auf was wird man sich festlegen? War es Drogeneinwirkung oder waren es wieder Killerspiele? Vielleicht auch Missbrauch. Zum jetzigen Zeitpunkt Gründe zu suchen, wäre reine Spekulation. Die Tat ist trotzdem sehr erschreckend, wenn man bedenkt, wozu Halbstarke in der Lage sind. Bereits vor einigen Tagen wurde ein 30jähriger in Berlin von Jugendlichen aus rassistischen Motiven heraus ins Koma geprügelt. Der älteste der Täter war erst 17.
Der Vatermörder in Neumünster war noch keine 16 und hat schon ein Leben auf dem Gewissen. Eine unscheinbare Familie, die nicht weiter aufgefallen sein soll. Man habe sich gegrüsst und gut.
Leben die Mörder in uns oder unter uns?
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Fussballerisches Prinzessinendesaster

Der Kapitän der Männermannschaft
kann ein Liedchen davon singen und auch Birgit Prinz droht ein ähnliches Schicksal. Nein, rauswerfen wird sie freilich noch niemand, aber sie wird sich auf Dauer mit der Ersatzbank anfreunden müssen. Ist die Nationalspielerin auf dem absteigenden Ast?
Bisher hat es kaum zu wirkungsvollen Einsätzen von Birgit Prinz gereicht, andere Frauen waren wesentlich besser. Nicht einmal ein Tor gab es von der Rekordnationalspielerin während der Weltmeisterschaft zu sehen. Was allerdings, wahrscheinlich nicht nur Birgit Prinz stört, ist die Herumeierei der Bundestrainerin statt klare Worte. Wer hat da von wem abgekupfert? Auch Männertrainer Jogi Löw hat ähnliche Phrasen in der Hinterhand, wenn es um einzelne Spieler geht. Ex-Kapitän Ballack weiss, wovon er redet, wenn er dem DFB Heuchelei vorwirft. Es wäre schon beschämend für den DFB, wenn auch bei den Frauen dieselben Vorwürfe laut werden.
Alles in allem aber ist es Leistung, die zählt und so wie es momentan läuft, wird das anvisierte Sommermärchen zu einem Albtraum, wenn Frankreich nicht geschlagen wird und die Leistung der deutschen Wundermädchen weiterhin an eine Menstruationskurve erinnert.
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Lizenzen und virtuelle Maschinen

Streng juristisch gesehen
benötigt ein Endanwender für jedes benutzte kommerzielle Betriebssystem eine Lizenz, die er im Normalfall käuflich erwerben muss. Das gilt auch, wenn es nur virtuell betrieben werden soll. Apple scheint von der sehr strengen Politik etwas abweichen zu wollen, denn Otto User soll eine Lizenz gleich mehrfach benutzen können. Laut einem Bericht von Computerbase kann Genosse Endanwender mit der bald erscheinenden Version 10.7 des Mac OS neben dem Installierten System mit der selben Lizenz gleich zwei virtualisierte Betriebssysteme einrichten. Das ist doch nett, oder?
Vielleicht lohnt sich aber auch der Einsatz eines ganz anderen Betriebssystems. Da sie alle zur ganz grossen Unix-Familie gehören, wäre Cousin Cubes-OS vielleicht etwas für Trojaner-geplagte Anwender. Jede Anwendung soll in einer eigenen virtuellen Maschine arbeiten, Eindringlinge haben es demnach schwer, das System zu durchdringen. Bei Linux-Systemen ist dies ohnehin sehr schwer, unmöglich ist es aber nicht. Cubes-OS macht dies noch schwerer. Getestet haben wir das Werk von Anna Rutkowska noch nicht, ein Bericht wird aber folgen.
Als Fazit: Eine Lizenz zu erwerben, entfällt bei einem Open Source Betriebssystem. Wer sich aber auf die professionellen Sicherheitslücken eines bezahlten Programmierers verlässt, sollte lieber Mikrosafts Windows benutzen. Man kann sie aber auch virtuell benutzen, sofern man Interesse daran hat.
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