Deutschland ein Horrormärchen - Von den korrupten Professoren

Manche Dinge kann kann man kaufen, der Rest ist eigentlich unbezahlbar.
Unbezahlbar sollte eigentlich das Ansehen sein, in manchen Kreisen allerdings kann man auch das kaufen. Beispielsweise akademische Titel. Das Geschäft mit dem falschen Professorentitel muß derart lukrativ sein, daß sich rund einhundert Akademiker gefunden haben sollen, um ungeeignete Kandidaten als Doktoranden anzunehmen. Ist das Land der Dichter und Denker mittlerweile soweit verkommen, daß man sich die schlaue Fassade kaufen muss? Offensichtlich, denn sonst würde man in Deutschland nicht über Pisa und den Angleich der schulischen Ergebnisse reden, einem Angleich, bei dem man das Niveau der schwächeren als Maßstab nimmt. Kann man auch Realschulergebnisse erwerben?
Beim Verkauf von Doktortiteln muss man sich derart sicher gewesen sein, daß es sogar möglich war, in Zeitungen zu werben. Die ganze Angelegenheit trifft natürlich in gewisser Weise auch den Zeitgeist. Im weitesten Sinne kann man den Titelhandel auch unter dem betrachten, worunter Wissenschaft und Forschung derzeit leiden, nämlich Copy 'n paste. Es ist derzeit noch nicht abzuschätzen, wieviele falsche Akademiker derzeit existieren und wieviele von denen sich mit möglicherweise kopiertem Wissen schmücken. Der akademische, wissenschaftliche und auch der finanzielle Schaden ist noch nicht abzuschätzen, weil offenbar noch nicht einmal klar ist, wo sich überall die falschen Akademiker festgesetzt haben. Diese werden ihren Arbeitgebern einiges zu erklären haben.
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Afghanistan - Das nächste Desaster

Das Land am Hindukusch kommt nicht zur Ruhe.
Auch der Versuch, dem Land einen demokratischeren Anstrich zu verpassen, endet, wie nicht anders zu erwarten, im Chaos. Es droht ein Bürgerkrieg, angezettelt von machtgierigen Gegnern, die mit den Taliban nichts am Hut hatten und sich des Wahlbetruges bezichtigen. Diese wiederum werden die lachenden Dritten im Haifischbecken bleiben.
Einen Tag nach der Präsidentschaftswahl in Afghanistan haben sowohl Amtsinhaber Hamid Karsai als auch sein schärfster Rivale, der frühere Außenminister Abdullah Abdullah, den Wahlsieg beansprucht. Dabei ist noch nicht einmal klar, wer denn nun genau wie viele Stimmen hat. Auch gibt es Hinweise auf massive Wahlfälschungen und Störaktionen der Taliban. Wie wird es denn nun weiter gehen?
Schon jetzt zeichnet sich ab, daß Afghanistan in zwei Lager zerfällt, eines das dem bisherigen Präsidenten Karsai und eines dass Abdullah angehörig ist. Gemischt mit afghanischer Emotionalität ergibt dies auf Dauer den nächsten Bürgerkrieg, wobei hinterher niemand mehr weiß, wofür die nächsten hunderttausend Opfer gestorben sind. Opfer einer solchen Entwicklung werden nicht nur die Zivilbevölkerung, sondern auch die internationalen Truppen, die, neben dem Kampf gegen die Taliban nun auch zwischen bald verfeindeten Lagern vermitteln müssen. Die angeblich so demokratische Wahl macht die Zahl der künftigen Todesopfer nicht geringer. Bei allem vermeintlichen Wahlbetrug geht die Meldung, dass die Taliban einen Lastwagen mit Stimmzetteln überfallen haben soll, beinahe als unwichtige Meldung unter, wenn dabei nicht das Leben eines Menschen zu beklagen wäre. Menschenleben zählen allerdings am Hindukusch weniger als eine Patrone.
Einen weiteren Aspekt beleuchtet die Nordwestzeitung. Der Autor Karl Feldmeyer weist auchdarauf hin, daß es in Afghanistan nicht nur um den Kampf zwischen Gut und Böse geht, wobei man das Attribut »böse« nach dieser Wahl neu definieren muss. Es geht auch um einen Kulturkampf. Richtig ist, daß zuletzt die Sowjetunion diesen Anschauungs- und Kulturkrieg verloren hat und die Taliban den letzten sowjetischen Statthalter am Hindukusch, Nadschibullah, wie einen Pferdedieb gehenkt haben. Das Nachsehen werden letztlich Frauen, Mädchen und Minderheiten haben, die man für das innere Zerwürfnis Afghanistans verantwortlich machen wird. Man kann also geteilter Meinung bleiben, was die Rechtmäßigkeit der afghanischen Wahl angeht. Fakt ist nur eines, von einem gemäßigten, islamisch angehauchtem und für reiche, westliche Touristen angenehmes Land ist Afghanistan noch sehr weit entfernt, schätzungsweise noch mehrere Generationen.
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