Sonntag, 3. Februar 2013

Uncle Sams Computerweltkrieg

Jules Verne hätte an diesem Thema
seine helle Freude gehabt und über den Cyberkrieg der Supermächte ausführlich berichtet, im Stil des 19. Jahrhunderts. Die rein theoretische, potentielle Verklärung der ernsthaftesten Bedrohung der Menschheit neben einem Atomkrieg wäre für Generationen von Lesern eine fesselnde Lektüre gewesen, ähnlich wie die Reise zum Mond oder jene zum Mittelpunkt der Erde. Letztere wird Fiktion bleiben, realer ist die Bedrohung aus dem Netz.
Staaten, Behördennetzwerke, strategisch wichtige Unternehmen oder Medien sind die Opfer in einem unsichtbaren Krieg, der bisher hauptsächlich wirtschaftlichen Schaden angerichtet hatte, Menschenleben und Zerstörungen waren noch nicht zu beklagen. Bei den neuerlichen Hackerangriffen, deren Ursprünge man in China vermutet, handelt es sich um Versuche herauszufinden, welche Informationen westliche Medien, besonders New York Times und Wallstreet Journal, besitzen, es ist aufgedeckte Spionage. Man hat in der westlichen Welt Angst vor »Hackerarmeen« eine virtuelle Invasion, die niemand effektiv aufhalten kann. Aber während man die Eindringversuche aus dem Reich der Mitte kritisiert, verschweigen westliche Geheimdienste, in welcher Weise sie in die Netzwerke und Computer der eigenensowie befreundeten Staaten eindringen, von Netzen der virtuellen Feinde ganz abgesehen. Wer braucht noch Hoheiten über Luft, Wasser oder Land, wenn er diese mit einem einzigen Tastendruck und ferngesteuerten, bestens vernetzten und raffiniert autonom handelnden Waffensystemen, in eine reale Hölle verwandeln kann. Niemand muss eine Volkswirtschaft bombardieren, wenn ein versteckter Quellcode weitaus schlimmeren Schaden anrichtet.
Ein Kunstprojekt könnte den hochgerüsteten westlichen Geheimdiensten in Zukunft noch mehr Kopfschmerzen bereiten. Der IT-Experte Ramsey Nasser hat mit einem Projekt bewiesen, dass Programmcode nicht nur mit den allgemein gebräuchlichen lateinischen Schriftzeichen erstellbar ist, sondern beispielsweise auch mit arabischer Schrift funktioniert. Das wäre eine Sicherheitslücke, auf die man nur schwer reagieren kann, Die von Nasser entwickelte Programmiersprache »Alb« ist ein Versuch, komplexere Funktionen zu entwickeln, soll möglich sein. Es wäre sicherlich eine Frage der Zeit, bis Programmiersprachen in anderen Schriften, vielleicht sogar Keilschrift folgen. Schriften und Sprachen, die Wenige beherrschen und die kaum einer verstehen kann.
Hacker
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Anton Anon (Gast) - 4. Feb, 15:32

Alb ist aber Scheme

bzw. eine Übersetzung von Scheme, einem Dialekt von LISP, dh es gibt kein neues Paradigma mit dieser neuen Sprache Alb. Übrigens gab es 1995 schon die Sprache Arablan, ebenfalls eine arabische Programmiersprache.

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