Wie man sich entscheidet

ist es falsch.
Da denkt man, sein Interesse hauptsächlich in andere Projekte zu stecken zu wollen aber die Erkenntnis, doch einen Fehler gemacht zu haben, kommt, wenn auch ziemlich spät, aber sie ist da. Nun geht es also hier im Blog weiter.
Es hat schon fast etwas von Ironie, dass der Eiertanz der Welt nicht spur- und kommentarlos am Leser vorbei geht. Ob nun Bürgerkrieg in Syrien oder in der Ukraine, Regierungskrise oder das nahende Ende der Welt, irgend jemand gibt seinen Senf dazu. Daran kommen auch wir nicht vorbei.
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Blind geschlagen

Wer sich in Soest mit Blinden und Sehschwachen anlegt
der kann mitunter sein blaues Wunder erleben. Das musste dieser Tage ein Täter mit eigenen Augen erfahren, als er versuchte, zwei blinde Kampfsportler auszurauben. Nicht allein, dass dies kriminelle Verhalten Behinderten gegenüber unmoralisch ist, die Rechnung folgte dabei offenbar stehenden Fußes.
Das Kampfsporttraining der beiden Sehbehinderten hat sich offenbar ausgezahlt und es zeigt, dass die angeblich Schwächsten der Gesellschaft durchaus in der Lage sind, sich gegen Deppen und Vollhonks zur Wehr zu setzen.
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Gute Erholung!

Paris Jackson hatte es
im letzten Jahr gar nicht leicht. Mittlerweile scheint es der Tochter von Michael Jackson jedoch wieder besser zu gehen, denn sie wurde zusammen mit ihrer Mutter auf Hawaii gesichtet.
Bei allem Kummer, den Paris(15) hat und den sie verarbeiten muss, tut ein Tapetenwechsel ganz gut.
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Neue Vorsätze

Eine einzige Lüge sollt es
nicht werden und da wäre es von Vorteil, die mitunter phantasievollen, guten Vorsätze für das neue Jahr lieber gar nicht erst zu formulieren.
Kein Rauchen und kein Saufen mehr!
Ja, wenns der Mutti gefällt? Es gehört jedoch mehr dazu, als sich das in volltrunkener Runde vorzunehmen und nur wenig später aus Versehen zu vergessen. Es ist schliesslich Silvester und wer denkt mit mehr als einem Promille an Vorsätze?
Wir wollen abnehmen!
Ja nee, iss klar. Kein McDonalds mehr, keinen Döner, die Currywurst lassen wir auch links liegen und ansonsten ernähren wir uns ab sofort gesund. Es reicht, wenn neben den Pommes noch fein gehackte Petersilie auf der Pappe liegt, obwohl die gar nicht dazu passt.
Endlich mal die unerledigten Dinge anpacken!
Das dürfte den mit Vorsätzen Geplagten auch nur ein müdes und überfordertes Schulterzucken entlocken, nicht einmal ein Grinsen. Was nun schon solange liegt, kann auch noch. Ausserdem, wenn Mann sagt, er erledigt das, dann steht er auch dazu, er macht es! Frau muss ihn nicht alle 6 Monate daran erinnern.
Ansonsten wird alles beim Alten bleiben, bis zum nächsten Besserungsanfall in einem Jahr, denn vor den guten Vorsätzen ist schliesslich nach den guten Vorsätzen und wir sind nicht umsonst vergesslich.
Gesundes neues Jahr!
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Die schlechte Tat des Tages

Die wahrscheinlich einzig glücklichen Gewinner des Tages
wird die Alkoholbranche und die Pharmaindustrie sein. Warum? Es reicht aus, die Zeitung aufzuschlagen und sich die Schlagzeilen anzuschauen. Die meisten davon lesen sich wie ein schlechter Trip und Leser ist drauf und dran, die Zeitung wegzulegen und sich einen Schluck aus der Pulle oder ein paar Antidepressiva zu genehmigen. Onkel Wolfgang besucht Athen, heisst es heute und es ist klar, dass der Westbesuch keine Westgeschenke mitbringt. Höchstens die Lust auf Uzo steigt, als Frustrationskiller. Aber das hilft auch nur solange, bis der Rausch verfliegt wie der Rauch vom Delphi-Orakel.
Den Bock des Tages hat das Jobcenter Pinneberg abgeschossen, das mit einer Broschüre dem Hartzer das Leben leichter machen will. Leichter im Sinne von besitzlos denn ein Jobcentercomic bringt dem unfähigen Hartzer die Idee nahe, Leitungswasser zu trinken und seine Möbel zu verkaufen. Tolle Idee. Vielleicht gibts dann bald ja auch eine Möbelbörse beim Jobcenter, mit Festpreisgarantie und dem unglaublichen Versprecher, den Erlös nicht auf das ALG2 anzurechnen. ALGies, das ist eure Chance!
Gibt es noch nette News des Tages? Wir meinen nicht jene, die Putin um einen Kritiker ärmer machen sondern wirklich positive Nachrichten. Ja, die gibt es. Monsanto, das Saatgutmonster mit den giftigen Klauen muss einige Anträge für Genpflanzen zurückziehen. Gut gemacht! Aber das war es auch schon mit den guten News. Es kommt nämlich ganz dicke und zwar für den Baumarktriesen Praktiker. Der wird sich mit Heuschrecken auseinandersetzen müssen denn die wollen angeblich Praktiker retten. Praktisch heisst das, aussaugen, aussaugen aussaugen bis der letzte Nagel versilbert wurde, natürlich inclusive Tiernahrung. Was sonst.
Ansonsten, zum Schluss gibt es nicht die gute Tat des Tages sondern eine interessante Seite. Das Cherry Lane Theatre in New York City erwähnen wir hierbei. Für Amerikareisende wäre das Theater in Greenwich Village zu empfehlen, quasi ein Geheimtip. Es liegt abseits der überlaufenen Touristenzentren und für manchen NYC-Touristen interessant.
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Damals, weisst du noch? Das neutrale Internet.

Ein Nachruf auf die Netzneutralität
und Europa verabschiedet sich immer mehr von seinen demokratischen und aufgeklärten Grundsätzen. Grundsätzlich ist die Politik in Brüssel bereit, sich der Wirtschaft wie eine billige und sehr willige Hure anzubieten. Dass dies keine leere Phrase ist zeigt die Tatsache, dass EU-Kommissarin Neelie Kroes Netzneutralität als persönliche Freiheit der Nutzer, also vollkommen nebensächliche und unwichtige Wünsche interpretiert.
Wer klopft der alten Frau auf die Finger?
Die EU Kommission spielt in Sachen Netzneutralität gefährlich mit dem Feuer. Es ist der erste nachweisbare Angriff auf die Grundsätze europäischer Freiheit. Die Einschränkungen, die Kroes dem gemeinen Europäer auferlegen will ist eine gewollte und allumfassende Zensur und eine weitreichende Manipulation von Daten. Der Entwurf zur Regulierung des europäischen Telekommunikationsmarktes schafft de facto nicht nur ein Zweiklasseninternet, es erhöht auch die Gefahr für eine weitaus gefährlichere europäische Politik, die ganz auf die Wirtschaft ausgerichtet ist und den europäischen Bürger einmal mehr zum zahlenden Sklaven seiner Zeit verdammt.
Abgesehen von den Geschenken an die Telekommunikationsanbieter ist die heimliche Zensur eine weitaus gefährlichere Angelegenheit. Die EU muss sich nicht mit unliebsamen Kritikern und Gegnern herumschlagen. Niemand wird der Europäischen Union eine politische Zensur vorwerfen können. Das wird vollkommen bereitwillig die Wirtschaft erledigen, die damit mehr Macht hat, als sie eigentlich besitzen darf. Man könnte es auch Diktatur nennen. Die Politik wird sich dagegen auch hüten, eine wirtschaftliche Zensur zu regulieren. Die Hand, die einen schmiert, die beisst man nicht, das weiss auch Kommissarin Kroes.
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Die Telekom ist nicht sicher

Noch vor Kurzem erzählte Telekomchef Obermann
nach dem Schnüffelskandal der NSA, die Renten
die Telekomserver wären sicher und nun bahnt sich ein neuer, hausgemachter Skandal an, vorausgesetzt der Nachfolger des ehemaligen Staatsbetriebes tut weiterhin das, was man in Deutschland gerne tut, nämlich nichts.
Der MDR hat zusammen mit einem Hacker aus Sachen eine Sicherheitslücke gefunden, die offensichtlich kein Systemfehler ist, sondern einfach nur auf Schlampigkeit zurückzuführen ist. Interessant daran ist, dass von Seiten der Telekom seit sechs Wochen geprüft wird, wie man eine Sicherheitslücke schliesst. Das kommt davon, wenn man die Geschwindigkeit drosselt. Ob und wie oft die Sicherheitslücke in der Zwischenzeit ausgenutzt wurde, ist bisher jedoch nicht bekannt.
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In der Hitze gefallen

Mutter Natur führt Krieg gegen das Menschenvolk
und das streckenweise sehr effektiv, in dem es nur ein wenig an der Temperaturschraube dreht. Während in Europa die Temperaturen sinken und niemand mit dem Sommerwetter zufrieden ist, steigen an der US-Westküste die Quecksilbersäulen in ungeahnte Höhen.
53 °C im Tal des Todes
Wer sich zu einem Spaziergang ins Death Valley aufmacht, sollte vorsichtig sein. 53°C sind nicht jedermanns Sache und es sollen schon Reste von Menschen gefunden worden sein, die, vollkommen vertrocknet, das Gewicht und das Aussehen einer Mumie gehabt haben. Auch ausserhalb der Todeswüsten begeht der Mensch gemeine Dummheiten und es ist die eigene Schuld, dass Klima und Temperaturen verrückt spielen. In Las Vegas überlegt man schon sehr lange, welche Wasserquellen angezapft werden können, damit der dekadente Verbrauch der Stadt mit Süsswasser ungebremst weitergehen kann. Zur Erinnerung, Zockercity liegt mitten in der Wüste und hat einen Prokopf Verbrauch an Wasser, der nur noch vom Benzinverbrauch US-Amerikanischer Benzinkutschen übertroffen wird. Allerdings scheint im Land der unbegrenzten Möglichkeiten Dummheit kaum jemand Interesse für die Zusammenhänge sehen zu wollen. Im Land der neugierigen Spione und der sparsamen Verschwender gibt es Dinge, die derart gefährlich sind, dass man am liebsten wegschauen will.
Im Falle der Rekordhitze kann man sagen, sie ist hausgemacht. Man unterlässt nichts, jeden sprichwörtlichen Popel dem maximalen Profit unterzuordnen. Der Verbrauch im Südwesten der USA ist sogar so immens, dass Obstplantagen aufgegeben werden müssen, weil Flüsse zu wenig Wasser für die Versorgung transportieren. Wundert es dann, dass die Hitze steigt?
Während man das Land im Westen austrocknet, wird es im Osten überschwemmt. Die Staaten der US-Ostküste erleben derzeit Regenfälle und Hochwasser, wie sie zuletzt in Deutschland aufgetreten sind. Aber auch hier hilft nur noch Patriotismus und der Glaube daran, dass der liebe Gott sich etwas dabei gedacht haben muss. Die Frage ist nur, was man in den USA raucht und schnüffelt, um Gott jede Konsequenz des eigenen Handelns in die Schuhe zu schieben.
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NSA vs. EU - Nein, es ist keine Verschwörung nicht!

Hatte Deutschland, hatte die Europäische Union jemals Freunde jenseits des Atlantiks?
Selbst ein überzeugter Europäer und Politiker, der naturgemäß mehr Wissen besitzt als der gemeine Europäer kann nicht derart masochistisch sein und annehmen, dass die Herren das Imperium Vereinigten Staaten freundschaftliche Bande mit ihren Verbündeten pflegen. Kein Politiker wird es aussprechen wollen aber jeder wird wissen, dass mehr als die halbe Welt nach der Pfeife der Amerikaner tanzt. Man könnte auch sagen, in gewisser Weise wird die Souveränität und Eigenständigkeit verbündeter Staaten untergraben was bei Verschwörungstheoretikern die alte Frage aufwirft, ob Deutschland als Staat und Völkerrechtssubjekt tatsächlich Bestand hat. Aber zurück zur Verschwörung.
Im Moment vermischen sich Wahrheit, sofern man weiss, wessen Wahrheit und Gerüchte zu einem unglaublichen Berg von Informationen und zwei Bösewichte sind schon ausgemacht. Der eine nennt sich NSA und der andere ist ein britischer Geheimdienst. Zwei Behörden, die fast Hand in Hand, Freund und Feind ausspioniert haben sollen. Politisch herrscht nun bei den Vasallen der Amerikaner dicke Luft und die bunte Presse ist natürlich empört, der gemeine Leser schockiert. Irgendwo im Hinterkopf hat man noch, dass ein ehemaliger NSA-Mitarbeiter Verrat geübt hat und nun auf der Flucht ist. Aber sind die Dinge wirklich so einfach und plausibel erklärbar?
Nein, das werden sie nie sein und man wird auch nie wollen, dass sie es sein werden. Auf eine Aufklärung wird man ebenfalls vergeblich warten. Der im schnellen Vergessen von Schlagzeilen geübte Leser wird sich jedoch auch niemals die Frage stellen, wer von der Affaire um Geheimdienst-Mitarbeiter Edward Snowden am meisten profitiert. Es wäre mühselig, Spekulationen anzustellen, wer wem diplomatisch und geheimdienstlich in den sprichwörtlichen Hintern tritt und vielleicht sollten gewisse Agentenkrimis, die sich derzeit um den Globus abspielen, im Verborgenen bleiben. Den gemeinen Leser würde es sicherlich überfordern, die Abgründe der Politik zu verstehen. Auf einen Punkt kann man es jedoch bringen, es wird gelogen, vertuscht, verheimlicht und getarnt, bis sich die Balken biegen und schon das ist ein Verschwörungskrimi, den sich ein durchgeknallter Thrillerautor nicht selbst ausdenken kann.
Oder doch?
Es ist keine Verschwörung nicht, denn es ist der alltägliche Wahnsinn, der nur eines befriedigt. Die unendliche Gier des gemeinen Lesers nach neuen, unverbrauchten, frischen Katastrophen, Sensationen und Perversionen.
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Kein Wetter. Kein Essen. Kein Nichts.

Vorerst können wir uns das Nacktbadewetter abschminken.
Es sei denn, der oder die Sonnenhungrige ist abgehärtet und das bisschen Regen macht nichts aus.
Es macht auch nichts aus, dass ähnlich wie im Mai, auch im Juni die niedrigsten Temperaturen in Deutschland gemessen werden. Ein wenig erinnert die Situation an längst vergangene und vergessene Kälteperioden, die letzte fand 1816 statt. Erlebt Europa wieder eine Zeit ohne Sommer? Es wäre durchaus möglich.
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Man könnte jetzt über die Konsequenzen eines solchen Wetterumschwungs reden aber es wäre kompliziert, Ursachen und Auswirkungen miteinander zu verbinden, obwohl viele Auswirkungen vorhersagbar wären. Kaltes Klima und Nahrungsmittelknappheiten hatten in der Vergangenheit die Menschheit in Europa heimgesucht. Das "dunkle Mittelalter" ist die Folge eines Klimawechsels, von denen es seit der Zeitenwende mehrere gab. Nie waren jedoch die gesellschaftlichen Auswirkungen gravierender als zur Zeit des Mittelalters. Der Fortschritt der Gesellschaft war seit dem Untergang des römischen Reiches quasi zum Stillstand gekommen und viele Entwicklungen und grosse Wissensbereiche waren nach mehr als eintausend Jahren bereits wieder vergessen. Droht uns heute ein ähnliches Schicksal?
Es ist nicht vorhersagbar, wie eine postapokalyptische Gesellschaft der Moderne aussehen würde. Klar ist, dass sie sich nicht mit den Technologien der Gegenwart behelfen kann, IT Technologie, Internet und Mikroelektronik taugen ohne regelmäßige Pflege nichts. Dass das Informationszeitalter einfach verschwindet und eine Agrargesellschaft entstehen könnte, wäre durchaus denkbar. Das würde auch bedeuten, dass die Globalisierung der Menschheit mit einem Schlag vorbei ist und sich der Horizont auf das beschränkt, was innerhalb weniger tage erreichbar ist.
Wäre noch die Frage nach dem Machterhalt. Wie werden sich Machtstrukturen nach einer Veränderung der Gesellschaft weiter entwickeln? Denkbar wäre auch, dass Nahrungsmittel in Zukunft den ultimativen Machtfaktor darstellen. Wenn alles um sein Überleben kämpfen muss, werden moralische Grundsätze, wie der Erhalt menschlichen Lebens, schnell über Bord geworfen und niemand wird sich dafür interessieren, ob und wann ganze Landstriche entvölkert werden, sei es durch natürliche oder gewaltsame Ereignisse. Mit dem guten Wetter und dem Wohlstand wird auch das Wissen verschwinden und das nächste Mittelalter mit Pest und Cholera ist im anrollen.
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Südafrika und sein Held Madiba

Nelson Mandela ist krank
und eine ganze Nation bereitet sich auf seinen Tod vor.
Der ehemalige Präsident von Südafrika wird seit mehr als zwei Wochen in einem Krankenhaus in Pretoria behandelt und offizielle Stellen bezeichnen seinen Zustand als »kritisch«. In den vergangenen Tagen musste Madiba, so sein Clanname, immer wieder wegen einer Lungenentzündung stationär behandelt werden. Die Lungenentzündung ist die Folge einer Tuberkulose, die er sich während seiner 27jährigen Haft zugezogen hatte.
Es steht nicht gut um den Vater des modernen Südafrika. Wie viele sind auch wir der Hoffnung, dass sich sein Zustand wieder bessert.
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Vorsicht! Der Feind las schon immer mit!

Die Älteren werden sich erinnern.
Zu Zeiten der Nationalsozialisten war es nicht so einfach, Feindsender zu erlauschen oder ungezügelte Kritik an den Herrschenden zu äussern. Viel zu schnell landeten die Betroffenen hinter Gittern, im KZ oder wurden nicht selten getötet. Wie gefährlich Kritiker bereits im Nationalsozialismus lebten, zeigt ein Artikel auf Heise Online. Demnach schnüffelten die Nazis hemmungslos die Volksgenossen aus und wussten bestens über Feinde bescheid. Man braucht nicht zu erwähnen, dass die sogenannten Feinde, angefangen von Russland, den Vereinigten Staaten bis hin zu allen anderen Staaten, die gerne alles wissen wollten, exakt dasselbe taten, die Schnüffelei ist nicht neu. Da verwundert auch die Meldung, dass der Bundesnachrichtendienst die Internetüberwachung ausbauen will, nicht sonderlich, im Gegenteil. Es verwundert, wenn er es nicht täte.
Was passiert, wenn ein Kritiker der BRD, politisch unkorrekt in einer Mail mit den Attributen scheiss Überwachungsstaat und Bomben schmeissen um sich wirft? Stehen die GenossInnen der Staatssicherheit die BeamtInnen des Bundesnachrichtendienstes mit Handschellen vor der Tür? Wahrscheinlich nicht aber KritikerIn kann sich sicher sein, dass seine Worte durchaus gelesen werden. Es fragt sich aber, Wayne es interessiert. So viele Staatsanwälte und Schlapphüte, die Wayne heißen und Interesse zeigen, wird es wohl noch nicht geben aber was nicht ist, kann noch werden. Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist in den letzten Jahrzehnten, insbesondere seit dem Beginn des Internets, nach und nach beschnitten worden, ohne dass UserInnen davon bemerkt hätten. Die Politik der kleinen Schnitte hat für den Staat der Überwacher einen entscheidenden Vorteil, die kommenden Generationen von Internetnutzern können sich nicht auf Freiheiten und Rechte berufen, die sie nie gekannt und nie erlebt haben. In diesem Sinne, es wird nicht mehr lange dauern, bis User, die ihre Mails verschlüsseln oder sich nur sehr wenig in sozialen Netzwerken tummeln, als höchst verdächtig gelten.
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Hat die BRD ein Ausländerproblem?

Ein Problem? Sie hat viele Probleme.
Aber sie wird sie nicht lösen wollen. Dabei sind nicht einmal die Fälle erwähnt, die man vor mehr als 20 Jahren, nach dem Ende der DDR, unter dem Deckmäntelchen des rechten Staates Rechtsstaates erfolgreich unter den Teppich kehrte und nach Namibia abschob. Das ist ein schwarzer Punkt im ausländerfeindlichen Land der Bundesrepublik Deutschland, die sich sehr gern für Menschenrechte in ihrem Sinne stark macht und ihrem Bundesvolk glaubhaft machen will, man bekämpfe Ausländerfeindlichkeit. Aber was ist mit anderen Verfehlungen im Namen der Menschlichkeit? Einer der jüngsten Fälle von Fehlverhalten deutscher Beamter hat ein Mitarbeiter des Spiegels dokumentiert. Bei dem Handyvideo, das der Journalist aufgenommen hatte, ist nicht ersichtlich, dass die Genossen Beamten der Bundespolizei zimperlich mit einer jungen Russin umgehen würden, die wahrscheinlich aus Unkenntnis der Sachlage kontrolliert wurde. War das ein Problem, das man mit wenigen Worten hätte lösen können? Ja, man hätte es lösen können, die zuständigen Behörden und die Bahn wolltenoffenbar nicht lösen. Man muss nicht extra fragen, welche aufgegriffenen Kräuter man bei der Bundespolizei raucht, um Fahrgäste derart rüde zu behandeln. Letztlich ist es auch hochnotpeinlich für die Bahn, sich in einer gewissen Art vorauseilenden Kadavergehorsam als Hilfspolizei zu betätigen. Die russische Studentin, die einen nachweisbaren Wohnsitz in Berlin hatte, identifizierte sich in Unkenntnis der Sachlage, mit ihrem russischen Pass und damit setzte sich bei der Kontrolle im ICE das Ärgernis in Gang. Ungeachtet der mangelhaften Hinweise darauf, dass der Kauf eines Onlinetickets mit einem deutschen Personalausweis in Verbindung steht, ist das Verhalten der Bahnbegleiter, umgangssprachlich auch Schaffner genannt, nicht das erste Mal komplett entgleist.
Für die Behörden der BRD gehört Rassismus und Ausländerfeindlichkeit von Amts wegen zur Normalität. Wer es nicht glauben mag, sollte sich noch einmal im demokratisch geführten München den verschobenen NSU-Prozess und die undurchsichtigen Rollen bundesdeutscher Sicherheitsbehörden vor Augen halten.
Ist es denn wirklich nötig, dass ein deutsches Gericht Ausländerpresse dulden muss?
Zurück zum aktuellen Fall. Gegen die Studentin Asya wird nun von Seiten des Staates nicht mehr ermittelt, warum auch? Es besteht kein Grund. Man sollte vielleicht gegen die Bahn und die Bundespolizisten ermitteln. Die Erklärung der Bahn weicht um einiges von dem ab, was Sven Becker vom Spiegel beobachtete und berichtete. Es klingt schon sehr zynisch, wenn die Bahn lapidar verlauten lässt, dass man auf das Verhalten der Bundespolizei in den eigenen Räumlichkeiten, in diesem Fall ein ICE, kein Einfluss hat und das man sich an seine Richtlinien hält. Viel eher hätte man schreiben sollen, das Bahnpersonal ist angehalten, sich hinter seinen Vorschriften zu verstecken und dass es der Bahn das Verhalten der Bundespolizei auf dem eigenen Betriebsgelände gleich ist. Für das Personal des besagten ICE vom 12. Januar 2013 wird es kein Nachspiel geben, den einzigen Schaden hat Studentin Asya. Sie hätte sich ja nicht so anstellen müssen.
Wie viele Fälle von offenen und verdeckten Rassimus und Ausländerfeindlichkeit gibt es noch in der BRD? Schon lange wieder vergessen ist der Marsch von Migranten nach Berlin und die Auflösung des Protestcamps durch ein Großaufgebot der Berliner Polizei. Hier war ein Zelt der Stein des Anstoßes. Studentin Asya wird es sich sicherlich in Zukunft zweimal überlegen, ob sie mit der Bahn reisen wird. Zum Glück gibt es mit Fernbussen Alternativen und es ist unwahrscheinlich, dass ein Busfahrer nach Herkunft, Geschlecht, Religion oder Rasse fragt.
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Amateurfunk - das Nichtfacebook

Das ist dasselbe wie Facebook, jedoch etwas ganz anderes.
Der Vergleich mit dem sozialen Netzwerk hinkt gewaltig aber Funkamateure und Facebooker haben etwas gemeinsam, sie sind sehr gut vernetzt.
Was ist Amateurfunk? Der Amateurfunk ist ein experimenteller Funkdienst mit einem experimentellen, wissenschaftlichen und technischen Charakter, es ist ein Hobby, das sich mit der drahtlosen Kommunikation befasst. Dabei geht es nicht nur um überholte Betriebsarten wie Morsen oder schnöden Sprechfunk, der Amateurfunk ist weitaus mehr als dies. Seinen Ursprung hat der Amateurfunkdienst in den Anfängen der Funkerei an sich und er hat sich parallel zu den kommerziellen und militärischen Funkdiensten entwickelt und viele technische Entwicklungen, die heute kommerziell benutzt werden, haben Wurzeln im Hobby.
Bis heute sind es die Nutzer der Kurzwelle, die im wahrsten Sinne des Wortes Völkerverständigung betreiben und auf den Kurzwellenbändern Funkverbindungen aufbauen. Es ist nicht immer leicht, aufgrund atmosphärischer und astronomischer Bedingungen, eine Funkverbindung zu einem entfernten Ort auf dem Planeten herzustellen, für viele Funker macht jedoch dies den Reiz am Hobby aus. Dabei ist der Amateurfunk auf Kurzwelle bei weitem nicht alles. Funkamateure verfügen über ein breites Spektrum an Frequenzbändern. Neben Lang, Mittel- und Kurzwelle ist es ihnen auch möglich, oberhalb des UKW-Rundfunkbandes zu funken. Sie benutzen verschiedene Betriebsarten und haben viele interessante Möglichkeiten, mit denen sie Verbindungen aufbauen. Sprechfunk, digitale Betriebsarten, Übertragung von Bildern und sogar Fernsehen wird von Funkamateuren betrieben, darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, über Amateurfunksatelliten zu arbeiten oder sogar den Mond oder auch das Nordlicht als natürlichen Reflektor zu benutzen. Der Experimente sind damit aber noch lange keine Grenzen gesetzt. Funkamateure treten auch zu verschiedenen Wettkämpfen an, bei denen sie ihren Sportsgeist beweisen. Einmal im Jahr, im Juli, findet die IARU HF World Championship statt, ein Wettbewerb, an dem sich sehr viele Funkamateure weltweit beteiligen. Deutschland hat eine eigene "Nationalmannschaft", ein Kollektiv, das international sehr erfolgreich ist und diesen Contest bereits mehrfach gewonnen hat. DA0HQ, so das Rufzeichen zählt zu den Favoriten der Kurzwellenweltmeisterschaft.
Ein wichtiger Punkt im Amateurfunk ist der Notfunk. Beim nichtfunkenden Volk unbekannt und unbemerkt, beschäftigen sich weltweit sehr viele Funkamateure damit, Kommunikationsmittel bereitzustellen und Verbindungen zu Behörden und Hilfsorganisationen in Betrieb zu halten. In der Vergangenheit hatten Funkamateure immer wieder ihre Bereitschaft und ihre Kompetenz in Sachen Nachrichtenübermittlung in Notlagen bewiesen, Erdbeben, Wetterkatastrophen oder auch menschengemachte Notfälle wie die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Funkamateure waren in den meisten Fällen die ersten, die eine Kommunikation sicherstellten.
Für den Amateurfunk ist in Deutschland der Deutsche Amateur Radio Club erster Ansprechpartner. Auf den Seiten des DARC finden sich alle Informationen, die zum Amateurfunk führen.
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Der andere Blick auf den Eiertanz der Welt

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